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Kunden sind keine Zitronen, die man beliebig ausquetscht!

Was das BGH-Urteil zur Deckelung der Netzkosten für Stromkunden bedeutet

17. Juli 2019

Urteil zur Deckelung der Netzkosten nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs

Am 9. Juli 2019 hat der Bundesgerichtshof (BGH) allen Strom- und Gaskunden ein Geschenk beschert: Der BGH bestätigte eine Entscheidung der Bundesnetzagentur, die Preiserhöhungen für die Netzentgelte, also die Kosten, die für den Transport des Stroms in die deutschen Haushalte anfallen, für die nächsten 5 Jahren zu deckeln.

Wusstest Du, dass beim Strom knapp ein Viertel dessen, was ein deutscher Haushalt auf seiner Rechnung sieht, gar nichts mit dem Strom an sich zu tun hat, sondern Netzkosten, also Kosten für den Stromtransport, sind? Damit sind diese sogenannten Netzentgelte teurer als die Stromproduktion selbst!

Profitgier statt Kundenfokus

Unfassbar ist, dass 1.100 der ca. 1.400 Netzbetreiber gegen die Entscheidung der Bundesnetzagentur ankämpften. Was sie selbst aufgrund der derzeit niedrigen Zinssätze einsparen, wollen sie nicht an ihre Kunden weitergeben.

Dass es fast 80% der Netzbetreiber für akzeptabel halten, dieses Geld für sich zu behalten, ist nicht nur enttäuschend, sondern symptomatisch für die deutsche Energiewirtschaft: zu oft geht Gewinnmaximierung vor. Dass der Grund, warum es sie überhaupt gibt, ihre eigenen Kunden sind, ignorieren diese Unternehmen. 

Kunden sind doch keine Zitronen, die man beliebig ausquetscht! Strom- und Gaskunden sind die hart arbeitende Bevölkerung und Unternehmen, die faire Preise und Respekt verdienen.

Was bedeutet die Entscheidung des BGH für die Stromkunden?

Theoretisch sollten deutsche Haushalte in den nächsten fünf Jahren rund zwei Milliarden Euro weniger zahlen. Das sind pro Jahr ca 10 Euro, und für die 5 Jahre, für die der BGH die Deckelung beschlossen hat, dann etwa 50 Euro pro Haushalt. Das ist im Vergleich zu den 1.000 Euro pro Jahr, die Deutsche im Durchschnitt für ihren Strom zahlen, nicht sehr viel. Aber es ist immerhin etwas, und vor allem Geld, das Haushalten zugute kommt und nicht den Netzbetreibern.

Soweit die Theorie. In der Praxis sind die Energieversorger nicht verpflichtet, diese Einsparungen an ihre Kunden weiterzugeben. Es wird sicher Anbieter geben, die ihre Preise unverändert lassen und die Einsparungen aus den Netzentgelten in ihre eigene Tasche stecken. Bei 4hundred sieht das anders aus!

Faire Preispolitik: 4hundred gibt Einsparungen an Kunden weiter

Bei 4hundred zahlt kein Kunde mehr als die direkten Energiekosten plus 8,00 Euro Grundgebühr pro Monat. Die Netzkosten sind Bestandteil dieser Energiekosten. Wenn sie also sinken, geben wir diese Einsparungen automatisch an Kunden weiter, wenn wir den Preis für die nächsten 12 Monate festlegen.

Wir haben 4hundred gegründet, weil Kunden ein gutes und faires Angebot verdienen. Wir freuen uns, dass der Bundesgerichtshof in Sachen Netzkosten auf Seiten der Verbraucher steht, anstatt sich dem Druck der Branche zu beugen. Bis alle Kunden von allen Anbietern fair behandelt werden, ist es aber noch ein weiter Weg. 

Fairer Strompreis bei 4hundred